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| „Kirkuk-Frage |
GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKERPRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 29. Juni 2009 Rückzug der US-Truppen aus irakischen Städten„Kirkuk-Frage“ lösen! Hillary Clinton soll irakische Nationalitätenkonflikte entschärfen US-Außenministerin Hillary Clinton soll sich in Bagdad nach dem Rückzug der amerikanischen Truppen aus den Städten des Irak für eine schnelle Lösung der „Kirkuk-Frage“ einsetzen und so Nationalitätenkonflikte entschärfen. „Denn so lange es keine Volksabstimmung über die Forderung der kurdischen Mehrheitsbevölkerung in dieser Provinz nach Anschluss an den autonomen Bundesstaat Kurdistan gegeben hat, wird sich die Sicherheitslage dort immer mehr zuspitzen“, warnte der Vorsitzende der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Tilman Zülch, in seinem Schreiben an Clinton. Auch in den Distrikten mit überwiegend kurdischer und christlicher Bevölkerung in den Provinzen Mosul und Diala müsse über eine mögliche Angliederung an Kurdistan, die sicherste und ruhigste Region des Irak, abgestimmt werden. Denn sowohl Terrorgruppen wie Al-Qaida als auch einige Nachbarländer des Iraks hätten unmittelbares Interesse an einer Destabilisierung des Landes. Sie könnten vor allem in den drei nordirakischen Provinzen Konflikte zwischen Kurden, Christen, Arabern und Turkmenen provozieren. In Kirkuk ist das Verhältnis zwischen den Volksgruppen angespannt, weil hunderttausende Kurden, aber auch Turkmenen und christliche Assyro-Chaldäer unter Saddam Hussein aus der Region vertrieben und an ihrer Stelle Araber aus dem Süd- und Zentralirak angesiedelt wurden. Die meisten Vertriebenen sind mittlerweile in ihre Provinz zurückgekehrt und werden über die Zukunft von Kirkuk mitentscheiden. Sie hoffen auf einen Anschluss an Irakisch-Kurdistan. Die nun seit Jahrzehnten dort angesiedelte arabische Bevölkerung jedoch ist inzwischen wieder in der Minderheit. Sie fühlt sich Bagdad zugehörig. Die irakische Regierung ist dem Kirkuk-Konflikt bisher aus dem Weg gegangen, obwohl sie laut Artikel 140 der Verfassung Spuren der „praktizierten Unterdrückungspolitik“ des Diktators beseitigen und geeignete Maßnahmen der Wiedergutmachung ergreifen soll. So sollen alle Vertriebenen zurückkehren und es soll eine Volksabstimmung über die Zukunft der Region durchgeführt werden. Auch in der Provinz Mosul wird über die Zugehörigkeit einiger mehrheitlich von Kurden (Muslimen und Yeziden), Christen und Shabak bewohnten Distrikte bzw. Unterdistrikte wie Sinjar, Shekhan, Telkaif, Karaqosh, Zammar, Bahshiqa, Aski Kalak gestritten. Muslimische und yezidische Kurden sowie eine große Mehrheit von Christen und Shabak befürworten einen Anschluss ihrer Siedlungsgebiete an Irakisch-Kurdistan. Bei den Provinzwahlen Ende Januar 2009 haben diese Volksgruppen mit großer Mehrheit die pro-kurdische Liste „Brüderlichkeit für Niniveh“ gewählt. In der Gesamtprovinz gewann jedoch die „Al Hadaba-Liste“, ein Sammelbecken radikalislamischer, arabisch-nationalistischer Gruppen. Eine Zusammenarbeit im Rat war bisher unmöglich. Die Provinz Diala mit der Hauptstadt Baquba wird hauptsächlich von sunnitischen Arabern bewohnt. Hier werden drei Distrikte, Khanaqin (96% Kurden), Kifri (95% Kurden) und Mandali (90%Kurden) mehrheitlich von Kurden bewohnt. Diese werden auch faktisch von Kurden verwaltet, gehören jedoch formell der Zentralregierung in Bagdad an. Für Nachfragen ist Tilman Zülch auch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888. >>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<
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| im Iran und in anderen Ländern», sagte Caspian Makan |
Kairo/Los Angeles (AP) «Ich denke so, wie sie gesagt hat, dass jeder Einzelne etwas bewirken kann. Es sieht so aus, als hätte sie eine magische Wirkung auf viele Menschen im Iran und in anderen Ländern», sagte Caspian Makan. Der Fotojournalist aus Teheran war der Freund von Neda Agha Soltan, wie er in einem Telefongespräch mit dem AP-Büro in Los Angeles berichtete. Die Bilder vom Tod der jungen Frau gingen wie ein Lauffeuer um die Welt und machten sie zur Ikone der Protestbewegung im Iran. Diesen Artikel weiter lesen
Ähnliche Fotos/Videos Bild vergrößern Wegen der Einschränkungen der Berichterstattung im Iran war es nicht möglich, die Angaben von unabhängiger Seite zu verifizieren. Die 27-jährige Musikstudentin habe keiner der rivalisierenden Gruppen angehört, berichtete Makan. «Sie hat nur immer gesagt, dass sie eines will: Sie wollte Demokratie und Freiheit für die Menschen im Iran.»
Trotz Warnung auf die Straße
Sie hätten einander vor einigen Monaten im Urlaub in Izmir in der Türkei kennengelernt und hätten heiraten wollen. In den letzten Tagen hätten sie darüber gestritten, dass sie an den Demonstrationen teilnehmen wollte. Er habe sie davon abbringen wollen, auf die Straße zu gehen, weil er bei seiner Arbeit als Journalist einiges an gnadenlosem Vorgehen gesehen habe. «Aber sie sagte, unsere Teilnahme wäre es wert, selbst wenn eine Kugel mich ins Herz trifft», sagte Makan.
«Und genauso ist sie gestorben. Eine Kugel traf ihr Herz und ihre Lunge, und fünf oder sechs Minuten später ist sie gestorben.» Die erschütternde Szene ist auf zwei kurzen Videos festgehalten, die vermutlich mit Foto-Handys aufgenommen und ins Internet gestellt wurden. Sie kursieren auch im Iran, allen technischen Behinderungen zum Trotz. Der weißhaarige Mann, der ihr verzweifelt zu helfen versucht und sie beschwört «Hab keine Angst, Neda, meine Liebe, hab keine Angst!», ist Makan zufolge nicht ihr Vater, sondern ihr Musiklehrer.
«Du zündest ein Licht an»
Bekannten zufolge soll sie von einem in Zivil gekleideten Mitglied der Basidsch-Miliz erschossen worden sein. Die Basidsch hätten ihr ein förmliches Begräbnis verweigert, sagte Makan. Sie sei rasch beerdigt worden.
Neda sei mit ihrem Theologiestudium unzufrieden gewesen und habe sich als Pianistin der Musik zugewandt. Sie habe auch die Poesie geliebt, besonders den persischen Dichter Rumi und den US-Amerikaner Robert Frost. Als Pazifistin sei sie eine «echte Iranerin» gewesen, sagte Makan. «Sie fand nicht, dass wir immerzu kämpfen und streiten und gewalttätig sein müssen. Wir müssen nur eines bekämpfen, nämlich die Unwissenheit. Und du bekämpfst Unwissenheit nicht mit dem Schwert oder mit dem Gewehr. Du zündest ein Licht an.»
© 2009 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten - All Rights Reserved
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| im Iran und in anderen Ländern», sagte Caspian Makan |
Kairo/Los Angeles (AP) «Ich denke so, wie sie gesagt hat, dass jeder Einzelne etwas bewirken kann. Es sieht so aus, als hätte sie eine magische Wirkung auf viele Menschen im Iran und in anderen Ländern», sagte Caspian Makan. Der Fotojournalist aus Teheran war der Freund von Neda Agha Soltan, wie er in einem Telefongespräch mit dem AP-Büro in Los Angeles berichtete. Die Bilder vom Tod der jungen Frau gingen wie ein Lauffeuer um die Welt und machten sie zur Ikone der Protestbewegung im Iran. Diesen Artikel weiter lesen
Ähnliche Fotos/Videos Bild vergrößern Wegen der Einschränkungen der Berichterstattung im Iran war es nicht möglich, die Angaben von unabhängiger Seite zu verifizieren. Die 27-jährige Musikstudentin habe keiner der rivalisierenden Gruppen angehört, berichtete Makan. «Sie hat nur immer gesagt, dass sie eines will: Sie wollte Demokratie und Freiheit für die Menschen im Iran.»
Trotz Warnung auf die Straße
Sie hätten einander vor einigen Monaten im Urlaub in Izmir in der Türkei kennengelernt und hätten heiraten wollen. In den letzten Tagen hätten sie darüber gestritten, dass sie an den Demonstrationen teilnehmen wollte. Er habe sie davon abbringen wollen, auf die Straße zu gehen, weil er bei seiner Arbeit als Journalist einiges an gnadenlosem Vorgehen gesehen habe. «Aber sie sagte, unsere Teilnahme wäre es wert, selbst wenn eine Kugel mich ins Herz trifft», sagte Makan.
«Und genauso ist sie gestorben. Eine Kugel traf ihr Herz und ihre Lunge, und fünf oder sechs Minuten später ist sie gestorben.» Die erschütternde Szene ist auf zwei kurzen Videos festgehalten, die vermutlich mit Foto-Handys aufgenommen und ins Internet gestellt wurden. Sie kursieren auch im Iran, allen technischen Behinderungen zum Trotz. Der weißhaarige Mann, der ihr verzweifelt zu helfen versucht und sie beschwört «Hab keine Angst, Neda, meine Liebe, hab keine Angst!», ist Makan zufolge nicht ihr Vater, sondern ihr Musiklehrer.
«Du zündest ein Licht an»
Bekannten zufolge soll sie von einem in Zivil gekleideten Mitglied der Basidsch-Miliz erschossen worden sein. Die Basidsch hätten ihr ein förmliches Begräbnis verweigert, sagte Makan. Sie sei rasch beerdigt worden.
Neda sei mit ihrem Theologiestudium unzufrieden gewesen und habe sich als Pianistin der Musik zugewandt. Sie habe auch die Poesie geliebt, besonders den persischen Dichter Rumi und den US-Amerikaner Robert Frost. Als Pazifistin sei sie eine «echte Iranerin» gewesen, sagte Makan. «Sie fand nicht, dass wir immerzu kämpfen und streiten und gewalttätig sein müssen. Wir müssen nur eines bekämpfen, nämlich die Unwissenheit. Und du bekämpfst Unwissenheit nicht mit dem Schwert oder mit dem Gewehr. Du zündest ein Licht an.»
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| Repräsentanten nicht-persischer Volksgruppen sprechen von Wahlbetrug und warnen vor Massakern Während die iranischen |
GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKERPRESSEMITTEILUNG Göttingen/Frankfurt a.M., den 22.06.2009 IRAN: Repräsentanten nicht-persischer Volksgruppen sprechen von Wahlbetrug und warnen vor Massakern Während die iranischen Sicherheitskräfte mit unverminderter Härte gegen die friedlichen Proteste im Lande vorgehen, sprachen Vertreter der iranischen Nationalitäten am vergangenen Samstag bei der Konferenz „Nationalitätenfrage und Demokratie“ in Frankfurt am Main von Wahlbetrug. Organisiert von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), der Friedrich-Naumann-Stiftung FÜR DIE FREIHEIT und der Karl-Hermann-Flach-Stiftung nahmen daran Repräsentanten der nichtpersichen Nationalitäten des Iran, der etwa 20 Millionen Aserbaidschaner, der rund 15 Millionen Kurden, der 4,5 Millionen Golf-Araber, der 2,4 Millionen Belutschen, der zwei Millionen Turkmenen sowie anderer kleinerer Volksgruppen und Religionsgemeinschaften teil. Besonders bewegend war dabei der Vortrag einer Vertreterin der iranischen Frauenbewegung. Die Konferenzteilnehmerinnen und –teilnehmer führten die „massive Wahlfälschung“ und die anschließende grausame Repression auch auf Versprechen der beiden Präsidentschaftskandidaten und Reformanhänger Mehdi Karroubi und Mir Hussein Mussawi zurück, Sprachen- und Minderheitenrechte der nichtpersischen Völker zukünftig zu respektieren. Im Vorfeld der Wahlen hatte die islamische Führung des Iran beide Reformer vor diesem „Spiel mit dem Feuer“ gewarnt. Da die freie Berichterstattung internationaler Medien über Proteste gegen Wahlmanipulationen unterbunden wird, warnten die Nationalitätensprecher außerdem davor, dass die iranischen Sicherheitskräfte die Situation ausnutzen und einmal mehr Massaker an nichtpersischen Volksgruppen, die 60 % der Gesamtbevölkerung des Iran stellen, verüben könnten. Seit dem 13. Juni soll es bis heute landesweit mindesten 24 Tote, Hunderte Verletzte und mehr als 458 Festnahmen gegeben haben. Nach Erkenntnissen der GfbV hat die friedliche iranische Demokratiebewegung längst auf die Kleinstädte und ländlichen Regionen des Iran übergegriffen. Es folgt die einstimmig verabschiedete Resolution der Konferenz Abschlussresolutionder Konferenz „Nationalitätenfrage und Demokratie im Iran“, am 20. Juni 2009 in Frankfurt am Main, Deutschland Die Menschenrechtssituation der nichtpersischen Nationalitäten und religiösen Minderheiten im Vielvölkerstaat Iran ist nach wie vor dramatisch. Die im Iran lebenden Aserbaidschaner, Kurden, Araber, Belutschen, Turkmenen sowie die anderen kleineren Völker und Religionsgemeinschaften - insbesondere die Baha’i, Assyrer, Armenier und zum Christentum konvertierte Moslems, Zoroastrier, Ahle Hagh, Mandäer und Juden - werden vielfach unterdrückt oder diskriminiert. Gerade in den letzten Tagen, nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse, haben Sicherheitskräfte des iranischen Regimes Demonstranten, die gegen eine mögliche Wahlfälschung protestierten, auch in den Minderheitenregionen niedergeknüppelt und auf einzelne geschossen. Es gab Tote, Verletzte u nd viele Verhaftungen. Der Alltag der nicht-persischen Volksgruppen und nicht-schiitischen Glaubensgemeinschaften, die insgesamt bis zu 60 % der Bevölkerung stellen, war in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder von gewalttätigen Überfällen, Verfolgung, Diskriminierung und Mord geprägt. Die systematische Diskriminierung und gewalttätige Unterdrückung der Frauen bis hin zu Steinigungen und Hinrichtungen ist unerträglich. Diesen Zuständen im Vielvölkerstaat Iran gilt es endlich ein Ende zu setzen. Es muss eine Lösung gefunden werden, die allen im Iran lebenden Völkern ein friedliches Leben, die Wahrung der Menschenrechte sowie die gleichberechtigte Beteiligung an der politischen Macht des Landes garantiert. Aus diesem Grund plädieren wir für eine grundlegende Änderung der iranischen Verfassung: Wir fordern die Errichtung eines demokratischen, föderalistischen und säkularen Systems im Iran, in dem sowohl die Einheit des Landes gewahrt bleibt, aber auch die nationalen, politischen und kulturellen Rechte aller im Iran lebenden Völker und Religionsgemeinschaften anerkannt und verwirklicht werden. Die Bildung von Bundesländern oder autonomer Regionen mit Selbstverwaltung für diese Völker wird die Grundlage für Stabilität und Einheit in einem neuen föderativen Iran schaffen. Des Weiteren fordern wir die Anerkennung der Sprachen der genannten Völker und deren Gleichstellung mit dem Persischen sowie eine entsprechende Bildungs- und Schulpolitik. Wir fordern die Herstellung der Gleichberechtigung der Frau entsprechend den völkerrechtlichen Verpflichtungen des Iran. Wir appellieren an die Bundesrepublik Deutschland, die Nationalitätenfrage als Teil der Menschenrechtsfrage in ihre Iranpolitik einzubeziehen und sich für die Anerkennung der Rechte der nichtpersischen Nationalitäten und religiösen Minderheiten einzusetzen. Wir bedanken uns bei der Friedrich-Naumann-Stiftung FÜR DIE FREIHEIT, Karl-Hermann-Flach-Stiftung sowie der Gesellschaft für bedrohte Völker für die Organisation dieser Konferenz zum Thema „Nationalitätenfrage und Demokratie im Iran“. Wir möchten beide Institutionen dazu auffordern, für die Fortsetzung der heute begonnenen Arbeit eine Plattform für Fragen des Föderalismus einzurichten. Die Resolution wurde vorgelesen und einstimmig verabschiedet. Für Nachfragen ist der GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido erreichbar unter Tel. 0173 67 33 980. >>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<
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| Proteste gegen Regierung auch im Kurdengebiet Auch in den iranischen Kurdengebieten |
GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKERPRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 19. Juni 2009 Iran: Proteste gegen Regierung auch im Kurdengebiet Auch in den iranischen Kurdengebieten hat es in den vergangenen Tagen vereinzelt Proteste gegen die Regierung gegeben, berichtet ein Mitarbeiter der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) aus dem Grenzgebiet Irak-Iran. Obwohl die Kurden im Iran die Wahlen im Lande traditionell boykottieren, erwarten auch sie, wie alle Iraner, mit großer Spannung die Ansprache des geistlichen Führers der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei, am heutigen Freitag. Chamenei will persönlich das wöchentliche Freitagsgebet halten. Sicherheitskräfte gehen landesweit mit unverminderter Härte gegen die demokratische Opposition vor. In der überwiegend von Kurden bewohnten Großstadt Kermanschah - 132 Kilometer von der irakischen Grenze und 430 Kilometer von Teheran entfernt - sollen am 17. Juni fünf Menschen getötet worden sein. Wie viele Tote es durch die Proteste im ganzen Land gab, weiß niemand genau, sagt der GfbV-Mitarbeiter. Ihre Zahl dürfte jedoch zwischen elf und 30 liegen. Hunderte wurden verletzt oder verhaftet. Im Iran leben rund zehn Millionen Kurden. Sie werden als eigenständiges Volk mit eigener Sprache, Kultur und Geschichte nicht anerkannt. Kurdische Parteien sind verboten. Ihre Unterstützer werden verfolgt. Seit 1979 sind mehr als 100 kurdische Politiker und politische Aktivisten – auch im Ausland – Opfer des iranischen Staatsterrorismus geworden. Am morgigen Samstag (20.06.2009) laden die GfbV und die Friedrich-Naumann-Stiftung zu ihrer Konferenz „Nationalitätenfrage und Demokratie im Iran“ in Frankfurt am Main ein. Die Konferenz mit Repräsentanten zahlreicher Volksgruppen aus dem Iran beginnt um 9 Uhr im InterCityHotel Frankfurt Airport. Für Nachfragen ist der GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido erreichbar unter Tel. 0173 67 33 980. >>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<
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| Österreichs Verantwortung20 Jahre Schweigen sind genugSymposium zur Ermordung Prof. Abdul Rahman Ghassemlous, |
| Liebe Leute in Wien,hier ist ein Hinweis auf eine Veranstaltung (Text unten).Liebe GrüßeKamal Sido /[Österreichs Verantwortung20 Jahre Schweigen sind genugSymposium zur Ermordung Prof. Abdul Rahman Ghassemlous, Abdullah Ghaderi-Azars und Dr. Fadil Rassouls 1989 im Auftrag des iranischen Regimes in Wien.Albert Schweizer Haus - 1090 Wien, Schwarzspanier Str. 13 - Mo. 06.09.2009 - Beginn: 16:00 - Das endgültige Symposiumsprogramm folgt in den nächsten TagenMag. BAHRAMI Hiwa - Sauergasse 4/6 1140 Wien - Tel.: 0043 1 990 98 81 - Mobile: 0043 699 18 88 35 73] |
| Zahl der Hinrichtungen im IRAN |
| GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKERPRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 09.06.2009 Zahl der Hinrichtungen vor Wahlen im Iran gestiegenIran: Todesstrafe trifft besonders häufig Angehörige unterdrückter Volksgruppen und Religionsgemeinschaften Die Zahl der Hinrichtungen im Iran ist vor den Präsidentschaftswahlen am 12. Juni nach Beobachtungen der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eklatant gestiegen. Die Menschenrechtsorganisation teilte am Dienstag mit, allein im Mai 2009 seien 52 Todesurteile vollstreckt worden. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der iranischen Opposition insgesamt 240 Menschen hingerichtet. „Opfer sind meist Angehörige nicht-persischer Volksgruppen oder nichtschiitischer Religionsgemeinschaften“, sagte der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido. Sehr häufig werde die Todesstrafe von Sondergerichten im Schnellverfahren verhängt, bei denen die Betroffenen kaum die Möglichkeit hätten, sich zu verteidigen. Rechtsanwälte würden nur sehr selten zugelassen. Die GfbV fordert die Abschaffung der Todesstrafe. Als Beispiel für ein derartiges Schnellverfahren, bei denen das Urteil quasi schon von Anbeginn an feststeht, erinnerte Sido an die Hinrichtung von drei Belutschen am 30. Mai in Sahedan in der Provinz Sistan-Belutschistan im Südosten des Iran. Sie wurden beschuldigt, zwei Tage zuvor an einem Bombenanschlag auf eine schiitische Moschee beteiligt gewesen zu sein. Durch das Attentat wurden 20 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt. Die Willkürurteile gegen die drei Belutschen machten deutlich, dass sich die iranische Justiz dazu missbrauchen lasse, den absoluten Machtanspruch der schiitischen Geistlichkeit zu unterstreichen, kritisierte der Menschenrechtler. Die ca. 2,4 Mio. Belutschen leiden unter Diskriminierung. Sie bekennen sich mehrheitlich zum sunnitischen Islam. Ihre mit dem Persischen verwandte Sprache ist nicht anerkannt. Der Zugang zu Regierungsposten ist den Belutschen verwehrt, ihre Siedlungsgebiete werden von der Regierung systematisch vernachlässigt, so dass dort hohe Arbeitslosigkeit herrscht. Im Vielvölkerstaat Iran leben neben den zum größten Teil schiitischen Persern auch Aseri, Kurden, Araber, Belutschen, Turkmenen und andere kleinere ethnische Minderheiten sowie auch nicht-islamische Religionsgemeinschaften wie die christlichen Assyrer und Armenier, aber auch Baha’i, Zoroastrier und Juden. Die nichtpersischen Nationalitäten stellen weit mehr als die Hälfte der rund 75 Millionen Staatsbürger des Iran. Als eigenständige Völker mit eigener Sprache, Kultur und Geschichte werden sie nicht anerkannt. Sie alle leiden unter Unterdrückung und Diskriminierung. Am 20. Juni veranstalten die GfbV und die Friedrich-Naumann-Stiftung FÜR DIE FREIHEIT eine Konferenz in Frankfurt/Main zur Lage der diskriminierten ethnischen und religiösen Gemeinschaften im Iran mit zahlreichen Vertretern dieser Volksgruppen und Religionsgemeinschaften. |
| Zahl der Hinrichtungen im IRAN |
| GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKERPRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 09.06.2009 Zahl der Hinrichtungen vor Wahlen im Iran gestiegenIran: Todesstrafe trifft besonders häufig Angehörige unterdrückter Volksgruppen und Religionsgemeinschaften Die Zahl der Hinrichtungen im Iran ist vor den Präsidentschaftswahlen am 12. Juni nach Beobachtungen der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eklatant gestiegen. Die Menschenrechtsorganisation teilte am Dienstag mit, allein im Mai 2009 seien 52 Todesurteile vollstreckt worden. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der iranischen Opposition insgesamt 240 Menschen hingerichtet. „Opfer sind meist Angehörige nicht-persischer Volksgruppen oder nichtschiitischer Religionsgemeinschaften“, sagte der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido. Sehr häufig werde die Todesstrafe von Sondergerichten im Schnellverfahren verhängt, bei denen die Betroffenen kaum die Möglichkeit hätten, sich zu verteidigen. Rechtsanwälte würden nur sehr selten zugelassen. Die GfbV fordert die Abschaffung der Todesstrafe. Als Beispiel für ein derartiges Schnellverfahren, bei denen das Urteil quasi schon von Anbeginn an feststeht, erinnerte Sido an die Hinrichtung von drei Belutschen am 30. Mai in Sahedan in der Provinz Sistan-Belutschistan im Südosten des Iran. Sie wurden beschuldigt, zwei Tage zuvor an einem Bombenanschlag auf eine schiitische Moschee beteiligt gewesen zu sein. Durch das Attentat wurden 20 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt. Die Willkürurteile gegen die drei Belutschen machten deutlich, dass sich die iranische Justiz dazu missbrauchen lasse, den absoluten Machtanspruch der schiitischen Geistlichkeit zu unterstreichen, kritisierte der Menschenrechtler. Die ca. 2,4 Mio. Belutschen leiden unter Diskriminierung. Sie bekennen sich mehrheitlich zum sunnitischen Islam. Ihre mit dem Persischen verwandte Sprache ist nicht anerkannt. Der Zugang zu Regierungsposten ist den Belutschen verwehrt, ihre Siedlungsgebiete werden von der Regierung systematisch vernachlässigt, so dass dort hohe Arbeitslosigkeit herrscht. Im Vielvölkerstaat Iran leben neben den zum größten Teil schiitischen Persern auch Aseri, Kurden, Araber, Belutschen, Turkmenen und andere kleinere ethnische Minderheiten sowie auch nicht-islamische Religionsgemeinschaften wie die christlichen Assyrer und Armenier, aber auch Baha’i, Zoroastrier und Juden. Die nichtpersischen Nationalitäten stellen weit mehr als die Hälfte der rund 75 Millionen Staatsbürger des Iran. Als eigenständige Völker mit eigener Sprache, Kultur und Geschichte werden sie nicht anerkannt. Sie alle leiden unter Unterdrückung und Diskriminierung. Am 20. Juni veranstalten die GfbV und die Friedrich-Naumann-Stiftung FÜR DIE FREIHEIT eine Konferenz in Frankfurt/Main zur Lage der diskriminierten ethnischen und religiösen Gemeinschaften im Iran mit zahlreichen Vertretern dieser Volksgruppen und Religionsgemeinschaften. |
| Stoppt endlich die Kinderkiller, den islamischen Hinrichtungsstaat Iran! |
Stoppt endlich die Kinderkiller, den islamischen Hinrichtungsstaat Iran!
Delara Darabi, iranische Künstlerin, die während der angeblichen Tatzeit 17 Jahre alt gewesen ist und am 01.05.2009 in der Stadt Rasht/Iran mit 23 Jahren hingerichtet wurde!
Ihre letzten Worte an ihre Mutter per Telefon, einige Minuten vor ihrem Tod: "Hilf mir Muter, ich sehe das Seil, sie wollen mich töten!“
Mahnwache!
Freitag, 8.5.2009, um 18:45 Uhr, Köln-Wall Ralf Platz, gegenüber
WDR
* Islamische Republik Iran: Seit 2 Jahren der einzige Staat der Kinder hinrichtet. 2008 sind mindestens 8 Kinder hingerichtet worden, 130 andere Kinder warten auf ihre Hinrichtungen.
*Islamische Republik Iran: Die Wahrscheinlichkeit für einen Menschen im Iran, durch eine Hinrichtung zu sterben, ist die höchste weltweit.
*Islamische Republik Iran: Allein 2008 sind mindestens 346 Menschen im Iran hingerichtet worden, dies ist die zweithöchste Zahl hinter China.
*Islamische Republik Iran: Die Zahl der Hinrichtungen hat sich im Vergleich zu 2005 vervierfacht und im Jahr 2009 sind bisher mindestens 140 Menschen im Iran hingerichtet worden.
*Islamische Republik Iran: Dauernde Hinrichtungen von politischen Gegnern die ohne einen fairen Prozess zum Tode verurteilt und hingerichtet werden. In den letzten 30 Tagen, sind mindestens drei in Schiraz und zwei in Zahedan (iranische Baluchen),mit dem Vorwurf "Aktivität mit Waffen gegen das Regime“ begangen zu haben, hingerichtet worden.
*Islamische Republik Iran: Auch ohne Prozess und ohne Todesurteil werden im Iran politische Gefangene während der Haft getötet. Im März und April 2009 sind Omidresa Mirsiafi (in Teheran), Amirheshmate Saran (in Karag) und Hasan Badusade (iranischer Kurde, in Mahabad) hingerichtet worden.
Auch 2008 sind politische Gefangene wie Abdolreza Ragabi (in Karag), Ebrahim Lotfollahi und Haschem Ramesani (beide iranische Kurden, in Sannandag) und Frau Dr. Banijagub (27, in Hamedan) unter ungeklärten Zuständen während der Haft ums Leben gekommen.
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| in Kiel findet eine Bilderausstellung des kurdischen Künstlers Hussain Ali statt. |
in Kiel findet eine Bilderausstellung des kurdischen Künstlers Hussain Ali statt.
Bilder von Hussain Ali
Ausstellung vom 25.04.2009 bis 12.06.2009
Eröffnung am 25.04.2009, 16:00 Uhr
Veranstaltungsort:
AWO Integrationscenter Mettenhof,
Kurt-Schumacher Platz 5, 24109 Kiel.
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| Einladung zur Pressekonferenz am Freitag, den 24.04. 2009 in Berlin |
Föderation der kurdischen Vereine in Deutschland e.V.
Graf Adolf Str. 70a, 40210 Düsseldorf, Tel:+49(0)2111711452,Fax:+49(0)2111711453,E-mail:yekkom@gmx.net
Einladung zur Pressekonferenz am Freitag, den 24.04. 2009 in Berlin
Zu den laufenden Massenverhaftungen kurdischer Politiker in der Türkei
Düsseldorf, 21.April.2009
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 29.03.2009 haben in der Türkei Kommunalwahlen stattgefunden. Im kurdischen Teil der Türkei hat die pro-kurdische Partei DTP (Partei für eine demokratische Gesellschaft) die Zahl ihrer Bürgermeister verdoppelt und ist als stärkste Kraft hervorgegangen.
Die türkische Regierung kann diesen Erfolg der auch im Parlament vertretenen DTP nicht akzeptieren und versucht sowohl das kurdische Volk als auch die DTP mit provokativen Operationen einzuschüchtern:
• Seit dem 14.04.2009 wurden in 18 Städten der Türkei 400 Vertreter und Mitglieder der DTP, darunter Parteivorstandsmitglieder und Kommunalabgeordnete, grundlos von türkischen Sicherheitskräften festgenommen
• Auch Menschenrechtsorganisastionen und TV-Sender wurden von der Polizei durchsucht
• Die Polizeioperationen gegen die DTP dauern weiterhin an
• Die Bürgermeister von Diyarbakir und Batman wurden am Dienstag zu Haftstrafen verurteilt
Wir laden Sie am 24. 04. 2009 um 11.30 Uhr zu einer Pressekonferenz ein, wo wir über diese gefährliche Entwicklungen in der Türkei behandeln werden.
Es werden teilnehmen:
- Ulla Jelpke, MdB/DIE LINKE.
- Ergin Erkiner, Europäischer Friedensrat Türkei/Kurdistan
- Nabil Rachid, 1.Vorsitzende des Dachverbandes arabischer Vereine in Deutschland
- Yüksel Koc, 2.Vorsitzende der Föderation kurdischer Vereine in Deutschland, YEK-KOM
- Riza Baran, Ehem. Abgeordneter von B90/Die Grünen im Abgeordnetenhauses von Berlin
- Fehme Balay, Kurdisches Institut für Wissenschaft und Forschung e.V.
Ort: MIGRATIONRAT, Oranienstr 34 (2. Stock), 10999 Berlin
Datum: 24. April 2009
Zeit: 11.30 Uhr
Mit freundlichen Grüßen
Yüksel Koc
Für Nachfragen stehe ich Ihnen unter der Telefonnummer 01745384032 zur Verfügung
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