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Eine Demo in 3 Abschnitten,Neda ist überall präsent, Wir hatten und wir haben leider viele „Nedas
Verein zur Verteidigung der politische Gefangene im Iran-Köln
Society for defense of political prisoners in Iran-Cologne

Postfach 900423 D-51114 Köln Jdef_zendanian_siassi_iran@yahoo.de
Köln, den 26.8.2009

2 Stunden “Iran“ in Köln!
Zum 21. mal: weiße und rote Rosen im Rhein
1988 bis 2009:
Von den Massenhinrichtungen in Gefängnissen bis zu den
Massenerschießung auf den Strassen im Iran!


Massengräber 1988 Neda vermutliche Massengrab 2009
Neda ist überall präsent, Wir hatten und wir haben leider viele „Nedas“!

Kölner-Dom –Ronkaliplatz Sa 29.8.2009 um 14. 50 Uhr
Jetzt brauchen verhaftete freiheitsliebende Iraner mehr Unterstützung!

Eine Demo in 3 Abschnitten!
Die Entwicklung eines Gottesstaates: 30 Jahre „Islamische Republik“
Von den Hinrichtungen in den Gefängnissen bis zu den Erschießungen
der Jugendlichen auf den Teheraner Strassen.
- Wie die Leichen der erschossenen Jugendlichen im Iran, liegen wir auf der Strasse!
- Wir tragen eine sehr lange Liste von Namen der Tausenden- Opfer im Iran bis zum Rhein!
- Zur Erinnerung an die Tausenden-Opfer der Massaker an politischen Gefangenen im Iran durch Befehl von Khomeini im Sommer 1988, werfen wir die roten Rosen in den Rhein.
- Zur Erinnerung an hundrete erschossene Jugendliche im Irandurch das islamische Regime in den letzten Wochen, werfen wir weiße Rosen in den Rhein!
**Anlass der 21. Jahrestages der Massenhinrichtungen von tausenden politischen Gefangenen im Iran im Jahr 1988 durch Befehl von Khomeini
**Die meisten dieser Gefangenen waren zu Haftstrafen verurteilt.
Hoffnung auf friedliche Lösung der Kurdenfrage geplatzt –
GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKERPRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 26.08.2009 Armeespitze hält an kemalistischer Staatsideologie festTürkei: Hoffnung auf friedliche Lösung der Kurdenfrage geplatzt – Gesellschaft für bedrohte Völker warnt vor Gewalteskalation In der Türkei sind die Hoffnungen der kurdischen Bewegung auf eine friedliche Lösung der Kurdenfrage durch die Intervention der Armeespitze geplatzt. „Indem Generalstabschef Ilker Basbug die Leitlinie des verstorbenen Diktators Kemal Atatürk „Ein Volk, eine Sprache, eine Kultur“ in seiner gestrigen Stellungnahme betont hat, hat er die Machtverhältnisse in der Türkei klar gestellt: Die Armee im Hintergrund dominiert die Politik “, sagte der Vorsitzende der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Tilman Zülch am Mittwoch in Göttingen. Mit der Betonung dieser Staatsideologie seien die großartigen Versprechungen von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan an die kurdische Bevölkerung nun zunichte gemacht. Jetzt könnten die gewaltsamen Auseinandersetzungen des türkischen Staates mit seinen 15 Millionen kurdischen Bürgern erneut aufflammen, warnte der Menschenrechtler. Gemeinsam mit US-Präsident Barack Obama hatte sich Erdogan Anfang April mit dem Vorsitzenden der im Parlament vertretenen prokurdischen Partei DTP, Ahmet Türk, zu einem Gespräch getroffen. Danach hatte der türkische Ministerpräsident überraschend angeboten, über die Gleichberechtigung der kurdischen Sprache und möglicherweise auch über eine Autonomie des überwiegend von Kurden besiedelten Gebiets im Osten des Landes sprechen zu wollen
Menschenrechte der iranischen Flüchtlinge im Irak achten!
Menschenrechte der iranischen Flüchtlinge im Irak achten! Erstürmung desLagers Ashraf sollte untersucht werden Exzellenz, sehr geehrter Herr Talabani, seit fast vier Jahrzehnten engagiert sich die Gesellschaft für bedrohte Völker(GfbV) für die Durchsetzung der Menschenrechte der Kurden im Irak.Kontinuierlich haben wir die Genozidverbrechen an Kurden dokumentiertund international bekannt gemacht, uns vor deutschen Gerichten mitGiftgasfirmen auseinandergesetzt und kurdische Flüchtlinge betreut. Bisheute freuen wir uns Tag für Tag darüber, dass Sie als Persönlichkeit, diejahrzehntelang die Terrorherrschaft Saddams Husseins bekämpft hat, dererste demokratisch gewählte Präsident der Republik Irak geworden sind. Bitte unterstützen Sie unser folgendes Anliegen: Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist in großer Sorge über dieÜbergriffe irakischer Sicherheitskräfte auf Angehörige der iranischenoppositionellen Gruppe "Volksmujaheddin" im Lager Ashraf in der irakischenProvinz Diala. In der Nacht zum vergangenen Mittwoch (29.07.) hattenirakische Polizisten das Lager gestürmt. Bei den anschließendenAuseinsetzungen mit den Lagerinsassen soll es acht Tote und 455 Verletztegegeben haben. Unter den Opfern sollen sowohl Iraner als auch Iraker sein. Im Namen unserer Menschenrechtsorganisation appelliere ich dringend anSie, dafür zu sorgen, dass alle verletzten Iraner ausreichende medizinischeHilfe erhalten und allen Hilfsorganisationen Zugang zum Lager Ashrafermöglicht wird. Das Lager, in dem sich mindestens 3500 Iraner aufhaltensollen, liegt auf dem Territorium Ihres Landes. Daher trägt Ihre Regierungdie volle Verantwortung für die Sicherheit der Angehörigen dieser iranischenpolitischen Gruppierung. Da diesen iranischen Flüchtlingen als Angehörigen der "Volksmujaheddin"in der Islamischen Republik Iran Tod, Gefängnis und Folter drohen, bitte ichSie, allen Insassen des Lagers zu ermöglichen, in westlichen Ländern Asylzu suchen. Diese Menschen dürfen niemals gegen ihren Willen in den Iranoder in ein anderes Land abgeschoben werden. Sollten sich Berichte bestätigen, dass sich auch iranischeRegierungsangehörige an dem Angriff auf das Lager beteiligt haben, wäredies eine massive Verletzung alle internationalenMenschenrechtsstandards. Deshalb bitten wir Sie ferner, die Umstände derErstürmung des Lagers von einer unabhängigen Kommission untersuchenzu lassen. Auch wenn sich diese totalitär strukturierte Organisation der iranischen"Volksmujaheddin" auf Seiten Saddam Husseins an der Verfolgung vonKurden und Schiiten und an dem Angriffskrieg des Iraks auf den Iran 1980-1988 beteiligt hat, dürfen die Menschenrechte der Angehörigen dieserOrganisation nicht verletzt werden. Eine Auskunft über Ihre Bemühungen würde uns sehr freuen. Mit freundlichen Grüßengez. Tilman Zülch, Präsident der Gesellschaft für bedrohte Völkerinternational(Tel. 0151 153 09 888)>>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<
Leyla Zana,Verfechterin für Frieden und Freiheit der Kurden in der Türkei‏
Leyla Zana,Verfechterin für Frieden und Freiheit der Kurden in der Türkei‏

Liebe Freundinnen und Freunde,Sehr geehrte Damen und Herren, Mehr als 70 Jahre Haft – diese Strafe droht der kurdischen Menschenrechtlerin Leyla Zana aus Diyarbakir/Türkei, sollten alle zurzeit gegen sie laufende Verfahren mit rechtsgültigen Urteilen enden. Am 28. Juli 2009 wurde sie von türkischen Richtern in vorletzter Instanz bereits zu 15 Monaten Haft verurteilt. Dies ist die Strafe dafür, dass Leyla Zana auf einer Konferenz in London 2008 mit einem Satz die Rolle des inhaftierten PKK-Chefs Abdullah Öcalan als „Identifikationsfigur für viele Kurden in der Türkei“ betont haben soll. Dieses Urteil konterkariert alle Bemühungen um eine neue Kurdenpolitik in der Türkei. Leyla Zana war 1991 für die kurdische Partei HEP ins türkische Parlament gewählt worden und hatte in ihrer Muttersprache Kurdisch bei der Vereidigung gesagt: "Ich werde mich dafür einsetzen, dass das kurdische und das türkische Volk zusammen in einem demokratischen Rahmen leben können." Ihr wurde deshalb das Mandat entzogen und sie wurde 1994 zu 15 Jahren Haft verurteilt. Öffentlicher und politischer Druck bewirkten, dass sie 2004 vorläufig aus dem Gefängnis entlassen wurde. Seitdem kommt die Mutter zweier Kinder nicht mehr zur Ruhe. Sie wird mit Prozessen überzogen, weil sie sich unablässig und unerschrocken für die kulturellen und politischen Rechte der Kurden – ein Viertel der Bevölkerung in der Türkei - einsetzt. Zuletzt wurde Leyla Zana am 4. Dezember 2008 wegen angeblicher Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Noch musste sie allerdings ihre Haftstrafe nicht antreten. Bitte schreiben Sie an den türkischen Staatspräsiden Abdullah Gül und setzen Sie sich dafür ein, dass Frau Leyla Zana in Freiheit bleibt
„Kirkuk-Frage
GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKERPRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 29. Juni 2009 Rückzug der US-Truppen aus irakischen Städten„Kirkuk-Frage“ lösen! Hillary Clinton soll irakische Nationalitätenkonflikte entschärfen US-Außenministerin Hillary Clinton soll sich in Bagdad nach dem Rückzug der amerikanischen Truppen aus den Städten des Irak für eine schnelle Lösung der „Kirkuk-Frage“ einsetzen und so Nationalitätenkonflikte entschärfen. „Denn so lange es keine Volksabstimmung über die Forderung der kurdischen Mehrheitsbevölkerung in dieser Provinz nach Anschluss an den autonomen Bundesstaat Kurdistan gegeben hat, wird sich die Sicherheitslage dort immer mehr zuspitzen“, warnte der Vorsitzende der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Tilman Zülch, in seinem Schreiben an Clinton. Auch in den Distrikten mit überwiegend kurdischer und christlicher Bevölkerung in den Provinzen Mosul und Diala müsse über eine mögliche Angliederung an Kurdistan, die sicherste und ruhigste Region des Irak, abgestimmt werden. Denn sowohl Terrorgruppen wie Al-Qaida als auch einige Nachbarländer des Iraks hätten unmittelbares Interesse an einer Destabilisierung des Landes. Sie könnten vor allem in den drei nordirakischen Provinzen Konflikte zwischen Kurden, Christen, Arabern und Turkmenen provozieren. In Kirkuk ist das Verhältnis zwischen den Volksgruppen angespannt, weil hunderttausende Kurden, aber auch Turkmenen und christliche Assyro-Chaldäer unter Saddam Hussein aus der Region vertrieben und an ihrer Stelle Araber aus dem Süd- und Zentralirak angesiedelt wurden. Die meisten Vertriebenen sind mittlerweile in ihre Provinz zurückgekehrt und werden über die Zukunft von Kirkuk mitentscheiden. Sie hoffen auf einen Anschluss an Irakisch-Kurdistan. Die nun seit Jahrzehnten dort angesiedelte arabische Bevölkerung jedoch ist inzwischen wieder in der Minderheit. Sie fühlt sich Bagdad zugehörig. Die irakische Regierung ist dem Kirkuk-Konflikt bisher aus dem Weg gegangen, obwohl sie laut Artikel 140 der Verfassung Spuren der „praktizierten Unterdrückungspolitik“ des Diktators beseitigen und geeignete Maßnahmen der Wiedergutmachung ergreifen soll. So sollen alle Vertriebenen zurückkehren und es soll eine Volksabstimmung über die Zukunft der Region durchgeführt werden. Auch in der Provinz Mosul wird über die Zugehörigkeit einiger mehrheitlich von Kurden (Muslimen und Yeziden), Christen und Shabak bewohnten Distrikte bzw. Unterdistrikte wie Sinjar, Shekhan, Telkaif, Karaqosh, Zammar, Bahshiqa, Aski Kalak gestritten. Muslimische und yezidische Kurden sowie eine große Mehrheit von Christen und Shabak befürworten einen Anschluss ihrer Siedlungsgebiete an Irakisch-Kurdistan. Bei den Provinzwahlen Ende Januar 2009 haben diese Volksgruppen mit großer Mehrheit die pro-kurdische Liste „Brüderlichkeit für Niniveh“ gewählt. In der Gesamtprovinz gewann jedoch die „Al Hadaba-Liste“, ein Sammelbecken radikalislamischer, arabisch-nationalistischer Gruppen. Eine Zusammenarbeit im Rat war bisher unmöglich. Die Provinz Diala mit der Hauptstadt Baquba wird hauptsächlich von sunnitischen Arabern bewohnt. Hier werden drei Distrikte, Khanaqin (96% Kurden), Kifri (95% Kurden) und Mandali (90%Kurden) mehrheitlich von Kurden bewohnt. Diese werden auch faktisch von Kurden verwaltet, gehören jedoch formell der Zentralregierung in Bagdad an. Für Nachfragen ist Tilman Zülch auch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888. >>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<
im Iran und in anderen Ländern», sagte Caspian Makan
Kairo/Los Angeles (AP) «Ich denke so, wie sie gesagt hat, dass jeder Einzelne etwas bewirken kann. Es sieht so aus, als hätte sie eine magische Wirkung auf viele Menschen im Iran und in anderen Ländern», sagte Caspian Makan. Der Fotojournalist aus Teheran war der Freund von Neda Agha Soltan, wie er in einem Telefongespräch mit dem AP-Büro in Los Angeles berichtete. Die Bilder vom Tod der jungen Frau gingen wie ein Lauffeuer um die Welt und machten sie zur Ikone der Protestbewegung im Iran. Diesen Artikel weiter lesen
Ähnliche Fotos/Videos Bild vergrößern Wegen der Einschränkungen der Berichterstattung im Iran war es nicht möglich, die Angaben von unabhängiger Seite zu verifizieren. Die 27-jährige Musikstudentin habe keiner der rivalisierenden Gruppen angehört, berichtete Makan. «Sie hat nur immer gesagt, dass sie eines will: Sie wollte Demokratie und Freiheit für die Menschen im Iran.»

Trotz Warnung auf die Straße

Sie hätten einander vor einigen Monaten im Urlaub in Izmir in der Türkei kennengelernt und hätten heiraten wollen. In den letzten Tagen hätten sie darüber gestritten, dass sie an den Demonstrationen teilnehmen wollte. Er habe sie davon abbringen wollen, auf die Straße zu gehen, weil er bei seiner Arbeit als Journalist einiges an gnadenlosem Vorgehen gesehen habe. «Aber sie sagte, unsere Teilnahme wäre es wert, selbst wenn eine Kugel mich ins Herz trifft», sagte Makan.

«Und genauso ist sie gestorben. Eine Kugel traf ihr Herz und ihre Lunge, und fünf oder sechs Minuten später ist sie gestorben.» Die erschütternde Szene ist auf zwei kurzen Videos festgehalten, die vermutlich mit Foto-Handys aufgenommen und ins Internet gestellt wurden. Sie kursieren auch im Iran, allen technischen Behinderungen zum Trotz. Der weißhaarige Mann, der ihr verzweifelt zu helfen versucht und sie beschwört «Hab keine Angst, Neda, meine Liebe, hab keine Angst!», ist Makan zufolge nicht ihr Vater, sondern ihr Musiklehrer.

«Du zündest ein Licht an»

Bekannten zufolge soll sie von einem in Zivil gekleideten Mitglied der Basidsch-Miliz erschossen worden sein. Die Basidsch hätten ihr ein förmliches Begräbnis verweigert, sagte Makan. Sie sei rasch beerdigt worden.

Neda sei mit ihrem Theologiestudium unzufrieden gewesen und habe sich als Pianistin der Musik zugewandt. Sie habe auch die Poesie geliebt, besonders den persischen Dichter Rumi und den US-Amerikaner Robert Frost. Als Pazifistin sei sie eine «echte Iranerin» gewesen, sagte Makan. «Sie fand nicht, dass wir immerzu kämpfen und streiten und gewalttätig sein müssen. Wir müssen nur eines bekämpfen, nämlich die Unwissenheit. Und du bekämpfst Unwissenheit nicht mit dem Schwert oder mit dem Gewehr. Du zündest ein Licht an.»

© 2009 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten - All Rights Reserved
im Iran und in anderen Ländern», sagte Caspian Makan
Kairo/Los Angeles (AP) «Ich denke so, wie sie gesagt hat, dass jeder Einzelne etwas bewirken kann. Es sieht so aus, als hätte sie eine magische Wirkung auf viele Menschen im Iran und in anderen Ländern», sagte Caspian Makan. Der Fotojournalist aus Teheran war der Freund von Neda Agha Soltan, wie er in einem Telefongespräch mit dem AP-Büro in Los Angeles berichtete. Die Bilder vom Tod der jungen Frau gingen wie ein Lauffeuer um die Welt und machten sie zur Ikone der Protestbewegung im Iran. Diesen Artikel weiter lesen
Ähnliche Fotos/Videos Bild vergrößern Wegen der Einschränkungen der Berichterstattung im Iran war es nicht möglich, die Angaben von unabhängiger Seite zu verifizieren. Die 27-jährige Musikstudentin habe keiner der rivalisierenden Gruppen angehört, berichtete Makan. «Sie hat nur immer gesagt, dass sie eines will: Sie wollte Demokratie und Freiheit für die Menschen im Iran.»

Trotz Warnung auf die Straße

Sie hätten einander vor einigen Monaten im Urlaub in Izmir in der Türkei kennengelernt und hätten heiraten wollen. In den letzten Tagen hätten sie darüber gestritten, dass sie an den Demonstrationen teilnehmen wollte. Er habe sie davon abbringen wollen, auf die Straße zu gehen, weil er bei seiner Arbeit als Journalist einiges an gnadenlosem Vorgehen gesehen habe. «Aber sie sagte, unsere Teilnahme wäre es wert, selbst wenn eine Kugel mich ins Herz trifft», sagte Makan.

«Und genauso ist sie gestorben. Eine Kugel traf ihr Herz und ihre Lunge, und fünf oder sechs Minuten später ist sie gestorben.» Die erschütternde Szene ist auf zwei kurzen Videos festgehalten, die vermutlich mit Foto-Handys aufgenommen und ins Internet gestellt wurden. Sie kursieren auch im Iran, allen technischen Behinderungen zum Trotz. Der weißhaarige Mann, der ihr verzweifelt zu helfen versucht und sie beschwört «Hab keine Angst, Neda, meine Liebe, hab keine Angst!», ist Makan zufolge nicht ihr Vater, sondern ihr Musiklehrer.

«Du zündest ein Licht an»

Bekannten zufolge soll sie von einem in Zivil gekleideten Mitglied der Basidsch-Miliz erschossen worden sein. Die Basidsch hätten ihr ein förmliches Begräbnis verweigert, sagte Makan. Sie sei rasch beerdigt worden.

Neda sei mit ihrem Theologiestudium unzufrieden gewesen und habe sich als Pianistin der Musik zugewandt. Sie habe auch die Poesie geliebt, besonders den persischen Dichter Rumi und den US-Amerikaner Robert Frost. Als Pazifistin sei sie eine «echte Iranerin» gewesen, sagte Makan. «Sie fand nicht, dass wir immerzu kämpfen und streiten und gewalttätig sein müssen. Wir müssen nur eines bekämpfen, nämlich die Unwissenheit. Und du bekämpfst Unwissenheit nicht mit dem Schwert oder mit dem Gewehr. Du zündest ein Licht an.»

© 2009 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten - All Rights Reserved
Repräsentanten nicht-persischer Volksgruppen sprechen von Wahlbetrug und warnen vor Massakern Während die iranischen
GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKERPRESSEMITTEILUNG Göttingen/Frankfurt a.M., den 22.06.2009 IRAN: Repräsentanten nicht-persischer Volksgruppen sprechen von Wahlbetrug und warnen vor Massakern Während die iranischen Sicherheitskräfte mit unverminderter Härte gegen die friedlichen Proteste im Lande vorgehen, sprachen Vertreter der iranischen Nationalitäten am vergangenen Samstag bei der Konferenz „Nationalitätenfrage und Demokratie“ in Frankfurt am Main von Wahlbetrug. Organisiert von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), der Friedrich-Naumann-Stiftung FÜR DIE FREIHEIT und der Karl-Hermann-Flach-Stiftung nahmen daran Repräsentanten der nichtpersichen Nationalitäten des Iran, der etwa 20 Millionen Aserbaidschaner, der rund 15 Millionen Kurden, der 4,5 Millionen Golf-Araber, der 2,4 Millionen Belutschen, der zwei Millionen Turkmenen sowie anderer kleinerer Volksgruppen und Religionsgemeinschaften teil. Besonders bewegend war dabei der Vortrag einer Vertreterin der iranischen Frauenbewegung. Die Konferenzteilnehmerinnen und –teilnehmer führten die „massive Wahlfälschung“ und die anschließende grausame Repression auch auf Versprechen der beiden Präsidentschaftskandidaten und Reformanhänger Mehdi Karroubi und Mir Hussein Mussawi zurück, Sprachen- und Minderheitenrechte der nichtpersischen Völker zukünftig zu respektieren. Im Vorfeld der Wahlen hatte die islamische Führung des Iran beide Reformer vor diesem „Spiel mit dem Feuer“ gewarnt. Da die freie Berichterstattung internationaler Medien über Proteste gegen Wahlmanipulationen unterbunden wird, warnten die Nationalitätensprecher außerdem davor, dass die iranischen Sicherheitskräfte die Situation ausnutzen und einmal mehr Massaker an nichtpersischen Volksgruppen, die 60 % der Gesamtbevölkerung des Iran stellen, verüben könnten. Seit dem 13. Juni soll es bis heute landesweit mindesten 24 Tote, Hunderte Verletzte und mehr als 458 Festnahmen gegeben haben. Nach Erkenntnissen der GfbV hat die friedliche iranische Demokratiebewegung längst auf die Kleinstädte und ländlichen Regionen des Iran übergegriffen. Es folgt die einstimmig verabschiedete Resolution der Konferenz Abschlussresolutionder Konferenz „Nationalitätenfrage und Demokratie im Iran“, am 20. Juni 2009 in Frankfurt am Main, Deutschland Die Menschenrechtssituation der nichtpersischen Nationalitäten und religiösen Minderheiten im Vielvölkerstaat Iran ist nach wie vor dramatisch. Die im Iran lebenden Aserbaidschaner, Kurden, Araber, Belutschen, Turkmenen sowie die anderen kleineren Völker und Religionsgemeinschaften - insbesondere die Baha’i, Assyrer, Armenier und zum Christentum konvertierte Moslems, Zoroastrier, Ahle Hagh, Mandäer und Juden - werden vielfach unterdrückt oder diskriminiert. Gerade in den letzten Tagen, nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse, haben Sicherheitskräfte des iranischen Regimes Demonstranten, die gegen eine mögliche Wahlfälschung protestierten, auch in den Minderheitenregionen niedergeknüppelt und auf einzelne geschossen. Es gab Tote, Verletzte u nd viele Verhaftungen. Der Alltag der nicht-persischen Volksgruppen und nicht-schiitischen Glaubensgemeinschaften, die insgesamt bis zu 60 % der Bevölkerung stellen, war in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder von gewalttätigen Überfällen, Verfolgung, Diskriminierung und Mord geprägt. Die systematische Diskriminierung und gewalttätige Unterdrückung der Frauen bis hin zu Steinigungen und Hinrichtungen ist unerträglich. Diesen Zuständen im Vielvölkerstaat Iran gilt es endlich ein Ende zu setzen. Es muss eine Lösung gefunden werden, die allen im Iran lebenden Völkern ein friedliches Leben, die Wahrung der Menschenrechte sowie die gleichberechtigte Beteiligung an der politischen Macht des Landes garantiert. Aus diesem Grund plädieren wir für eine grundlegende Änderung der iranischen Verfassung: Wir fordern die Errichtung eines demokratischen, föderalistischen und säkularen Systems im Iran, in dem sowohl die Einheit des Landes gewahrt bleibt, aber auch die nationalen, politischen und kulturellen Rechte aller im Iran lebenden Völker und Religionsgemeinschaften anerkannt und verwirklicht werden. Die Bildung von Bundesländern oder autonomer Regionen mit Selbstverwaltung für diese Völker wird die Grundlage für Stabilität und Einheit in einem neuen föderativen Iran schaffen. Des Weiteren fordern wir die Anerkennung der Sprachen der genannten Völker und deren Gleichstellung mit dem Persischen sowie eine entsprechende Bildungs- und Schulpolitik. Wir fordern die Herstellung der Gleichberechtigung der Frau entsprechend den völkerrechtlichen Verpflichtungen des Iran. Wir appellieren an die Bundesrepublik Deutschland, die Nationalitätenfrage als Teil der Menschenrechtsfrage in ihre Iranpolitik einzubeziehen und sich für die Anerkennung der Rechte der nichtpersischen Nationalitäten und religiösen Minderheiten einzusetzen. Wir bedanken uns bei der Friedrich-Naumann-Stiftung FÜR DIE FREIHEIT, Karl-Hermann-Flach-Stiftung sowie der Gesellschaft für bedrohte Völker für die Organisation dieser Konferenz zum Thema „Nationalitätenfrage und Demokratie im Iran“. Wir möchten beide Institutionen dazu auffordern, für die Fortsetzung der heute begonnenen Arbeit eine Plattform für Fragen des Föderalismus einzurichten. Die Resolution wurde vorgelesen und einstimmig verabschiedet. Für Nachfragen ist der GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido erreichbar unter Tel. 0173 67 33 980. >>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<
Proteste gegen Regierung auch im Kurdengebiet Auch in den iranischen Kurdengebieten
GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKERPRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 19. Juni 2009 Iran: Proteste gegen Regierung auch im Kurdengebiet Auch in den iranischen Kurdengebieten hat es in den vergangenen Tagen vereinzelt Proteste gegen die Regierung gegeben, berichtet ein Mitarbeiter der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) aus dem Grenzgebiet Irak-Iran. Obwohl die Kurden im Iran die Wahlen im Lande traditionell boykottieren, erwarten auch sie, wie alle Iraner, mit großer Spannung die Ansprache des geistlichen Führers der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei, am heutigen Freitag. Chamenei will persönlich das wöchentliche Freitagsgebet halten. Sicherheitskräfte gehen landesweit mit unverminderter Härte gegen die demokratische Opposition vor. In der überwiegend von Kurden bewohnten Großstadt Kermanschah - 132 Kilometer von der irakischen Grenze und 430 Kilometer von Teheran entfernt - sollen am 17. Juni fünf Menschen getötet worden sein. Wie viele Tote es durch die Proteste im ganzen Land gab, weiß niemand genau, sagt der GfbV-Mitarbeiter. Ihre Zahl dürfte jedoch zwischen elf und 30 liegen. Hunderte wurden verletzt oder verhaftet. Im Iran leben rund zehn Millionen Kurden. Sie werden als eigenständiges Volk mit eigener Sprache, Kultur und Geschichte nicht anerkannt. Kurdische Parteien sind verboten. Ihre Unterstützer werden verfolgt. Seit 1979 sind mehr als 100 kurdische Politiker und politische Aktivisten – auch im Ausland – Opfer des iranischen Staatsterrorismus geworden. Am morgigen Samstag (20.06.2009) laden die GfbV und die Friedrich-Naumann-Stiftung zu ihrer Konferenz „Nationalitätenfrage und Demokratie im Iran“ in Frankfurt am Main ein. Die Konferenz mit Repräsentanten zahlreicher Volksgruppen aus dem Iran beginnt um 9 Uhr im InterCityHotel Frankfurt Airport. Für Nachfragen ist der GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido erreichbar unter Tel. 0173 67 33 980. >>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<
Österreichs Verantwortung20 Jahre Schweigen sind genugSymposium zur Ermordung Prof. Abdul Rahman Ghassemlous,
Liebe Leute in Wien,hier ist ein Hinweis auf eine Veranstaltung (Text unten).Liebe GrüßeKamal Sido /[Österreichs Verantwortung20 Jahre Schweigen sind genugSymposium zur Ermordung Prof. Abdul Rahman Ghassemlous, Abdullah Ghaderi-Azars und Dr. Fadil Rassouls 1989 im Auftrag des iranischen Regimes in Wien.Albert Schweizer Haus - 1090 Wien, Schwarzspanier Str. 13 - Mo. 06.09.2009 - Beginn: 16:00 - Das endgültige Symposiumsprogramm folgt in den nächsten TagenMag. BAHRAMI Hiwa - Sauergasse 4/6 1140 Wien - Tel.: 0043 1 990 98 81 - Mobile: 0043 699 18 88 35 73]
Zahl der Hinrichtungen im IRAN
GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKERPRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 09.06.2009 Zahl der Hinrichtungen vor Wahlen im Iran gestiegenIran: Todesstrafe trifft besonders häufig Angehörige unterdrückter Volksgruppen und Religionsgemeinschaften Die Zahl der Hinrichtungen im Iran ist vor den Präsidentschaftswahlen am 12. Juni nach Beobachtungen der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eklatant gestiegen. Die Menschenrechtsorganisation teilte am Dienstag mit, allein im Mai 2009 seien 52 Todesurteile vollstreckt worden. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der iranischen Opposition insgesamt 240 Menschen hingerichtet. „Opfer sind meist Angehörige nicht-persischer Volksgruppen oder nichtschiitischer Religionsgemeinschaften“, sagte der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido. Sehr häufig werde die Todesstrafe von Sondergerichten im Schnellverfahren verhängt, bei denen die Betroffenen kaum die Möglichkeit hätten, sich zu verteidigen. Rechtsanwälte würden nur sehr selten zugelassen. Die GfbV fordert die Abschaffung der Todesstrafe. Als Beispiel für ein derartiges Schnellverfahren, bei denen das Urteil quasi schon von Anbeginn an feststeht, erinnerte Sido an die Hinrichtung von drei Belutschen am 30. Mai in Sahedan in der Provinz Sistan-Belutschistan im Südosten des Iran. Sie wurden beschuldigt, zwei Tage zuvor an einem Bombenanschlag auf eine schiitische Moschee beteiligt gewesen zu sein. Durch das Attentat wurden 20 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt. Die Willkürurteile gegen die drei Belutschen machten deutlich, dass sich die iranische Justiz dazu missbrauchen lasse, den absoluten Machtanspruch der schiitischen Geistlichkeit zu unterstreichen, kritisierte der Menschenrechtler. Die ca. 2,4 Mio. Belutschen leiden unter Diskriminierung. Sie bekennen sich mehrheitlich zum sunnitischen Islam. Ihre mit dem Persischen verwandte Sprache ist nicht anerkannt. Der Zugang zu Regierungsposten ist den Belutschen verwehrt, ihre Siedlungsgebiete werden von der Regierung systematisch vernachlässigt, so dass dort hohe Arbeitslosigkeit herrscht. Im Vielvölkerstaat Iran leben neben den zum größten Teil schiitischen Persern auch Aseri, Kurden, Araber, Belutschen, Turkmenen und andere kleinere ethnische Minderheiten sowie auch nicht-islamische Religionsgemeinschaften wie die christlichen Assyrer und Armenier, aber auch Baha’i, Zoroastrier und Juden. Die nichtpersischen Nationalitäten stellen weit mehr als die Hälfte der rund 75 Millionen Staatsbürger des Iran. Als eigenständige Völker mit eigener Sprache, Kultur und Geschichte werden sie nicht anerkannt. Sie alle leiden unter Unterdrückung und Diskriminierung. Am 20. Juni veranstalten die GfbV und die Friedrich-Naumann-Stiftung FÜR DIE FREIHEIT eine Konferenz in Frankfurt/Main zur Lage der diskriminierten ethnischen und religiösen Gemeinschaften im Iran mit zahlreichen Vertretern dieser Volksgruppen und Religionsgemeinschaften.
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Kurdilla
29/06/2008 17:28
Super Seite! Was fehlt ist ein Forum. Viel Glück Admin!